K.Ö.L. Starhemberg

Ernst Rüdiger Graf von Starhemberg (geb. 12. Jänner 1638 in Graz, gest. 4. Jänner 1701 in Vösedorf bei Wien) war in den 1660iger Jahren ein bewährter Militärführer in den Kriegen gegen die Franzosen und Osmanen und ab 1680 Stadtkommandant von Wien. Als Wiener Stadtkommandant hatte er insgesamt etwas weniger als 20.000 Mann zur Verfügung, denen etwas 120.000 Mann der Osmanen unter der Führung von Kara Mustafa gegenüberstanden. Er lehnte eine Kapitulation am 15. Juli 1683 ab, da er auf ein baldiges Entsatzheer Kaiser Leopolds I. hoffe und ebenso auf Gott vertraute. Er verteidigte Wien bis zum 12. September als ein Entsatzheer unter der Führung von König Johann III. Sobieski Wien zur Hilfe eilte. Ohne dieses Entsatzheer wäre Wien binnen Tagen gefallen, da die Stadtmauern dank der osmanischen Mineure bereits erhebliche Schäden aufwiesen. Starhemberg wurde zum Feldmarschall ernannt und erhielt die Ehre den Stephandsdom in sein Wappen aufzunehmen. 1691 wurde er zum Präsident des Hochkriegsrates und war damit für die Organisation der österreichischen Armee verantwortlich. Er modernisierte das Heer, strukturierte es um und verlieh der Artillerie mehr Gewicht.

 

Er starb am 4. Januar 1701 in Vösendorf. Sein von Joseph Emanuel Fischer von Erlach geschaffenes Grabmal ist in der Schottenkirche in Wien zu finden.

 

Namenspatron Graf Starhemberg

K.Ö.L. Starhemberg

Rathausstraße 15/20

1010 Wien